Die Maltechniken

Reine Aquarelltechnik auf Seide:

Zunächst wird der Hintergrund und das Wasser auf nasser Seide gestaltet. Da ich für die Bilder grundsätzlich bügelfixierbare Farbe benutze, kann ich den Hintergrund durch heißes Föhnen fixieren. Anschließend werden die Bäume und das Ufer auf die wieder nass gemachte Seide gemalt und anschließend zwischenfixiert. Zuletzt malt man die Äste der Bäume und die Gräser, sowie die „Lichter" mit einem ganz feinen Pinsel, wenig Deckschwarz, bzw. weißer Stoffmalfarbe und viel Gefühl auf die absolut trockene Seide, dieses Malen ist eigentlich mehr ein „Hauchen".

Aquarelltechnik auf Seide kombiniert mit Gutta-Technik:

Um genaue Begrenzungen der Farbflächen z.B. bei den Säcken des Bildes „Gewürzmarkt in Sousse" zu erreichen, wird hier Gutta (ein Konturenmittel) eingesetzt, die ein Auslaufen der Farbe verhindert.

und auch die Kissen und Westen
habe ich mit dampffixierbarer Seidenmalfarbe, auch französische Farbe genannt, gemalt. Diese Farbe besitzt eine höhere Leuchtkraft und die Seide behält ihre Geschmeidigkeit und Griffigkeit.

Bei den Tüchern, die auf einem Spannrahmen aufgespannt gemalt werden, habe ich unterschiedliche Qualitäten gewählt:

  • Pongé-Seide: relativ dünn und fein
  • Crêpe de Chine-Seide: schwere Qualität mit ganz leicht geriffelter, körniger Struktur
  • Twill: weiche Qualität, wirkt fein gestreift

Die Kissen sind aus etwas stärkerer Pongé-Seide genäht.
Ich habe fertig genähte Kissen bis auf die Seite mit dem Reißverschluss aufgetrennt und dann erst bemalt. Es gibt zwar spezielle Kissenrahmen, aber bei diesen sammelt sich die Farbe an den Rändern und Ecken und das Kissen wirkt dann leicht scheckig.

Die Westen sind fertig genäht aus schwerer, dicker Dupion-Seide. Beim Bemalen (ohne Rahmen, einfach so auf dem Tisch), lege ich eine Plastiktüte dazwischen, damit die Farbe nicht die Rück-, bzw. die Vorderseite verschmiert.

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